Detail des Gebäudes (Dämmerung)

Neues Land

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Ein Buchstabenfries für das einst renommierte Verlagsgebäude

Der Entwurf NEUES LAND greift das zu erneuernde Schriftband an der Fassade des 8-geschossigen Gebäudes am Franz-Mehring-Platz 1 auf und entwickelt dafür ein Fries aus quadratischen, roten Buchstabenfeldern.

160 Leuchtkästen mit einzelnen Lettern reihen sich ins Raster der streng gegliederten Fassade oberhalb des Erdgeschosses. Das Schriftband von 2011 mit Zitaten von Rosa Luxemburg, Peter Weiss und Karl Marx wird durch eine auf den ersten Blick kryptisch anmutende Buchstabenfolge ersetzt. Es sind ineinander geschobene Worte und Silben, die lückenlos aufgereiht ohne Beleuchtung nur zum Teil lesbar sind.

Die durch Hinterleuchtung abwechselnd hervorgehobenen Worte beschreiben Wünsche und Visionen für ein NEUES LAND. Auf der linken Hälfte der Fassade leuchten Worte von ZUKUNFT bis LUST, auf der rechten von MENSCH bis TRÄUMEN.

Formal wie auch im Titel spielt NEUES LAND auf den markanten, originalen Schriftzug auf der Gebäudeattika an.

Der Name für die sozialistische Tageszeitung „Neues Deutschland“ (1946 – 1989 Zentralorgan der SED, heute nd) geht zurück auf eine kommunistische Exil-Zeitung in Mexiko, die 1942/43 zunächst als „Alemania Libre“ (Freies Deutschland) und ab Januar 1945 als „Nueva Alemania“ (Neues Deutschland) erschien. Bereits 1938 gab Willi Münzenberg seiner letzten großen Publikation „Die Zukunft“ den Untertitel „Ein neues Deutschland: Ein neues Europa“.

FMP1 versteht sich als Plattform für Medien, politische Bildung und solidarische Initiativen und bezieht sich dabei auf Willi Münzenberg.