o.T. (Drachen)

o.T. (Drachen)

Eine fragile, fein ausbalancierte Konstruktion, die grafische Elemente mit Masse, Sichtbares mit Unsichtbarem, Schwere mit Leichtigkeit verbindet.

Die Installation aus Stahl, Permanentmagneten und Dyneemaschnüren spannt sich in einem dreistöckigen Lichthof diagonal über anderthalb Etagen.

Auf den ersten Blick eine schlichte, strenge Geometrie. Reduziert auf ein Minimum an Material fügen sich Linien und Flächen zu einer um 45° geneigten Doppelpyramide. Die Grundfläche der Pyramiden besteht aus einem quadratischen Rahmen mit vier magnetischen Eckpunkten.

Es braucht einen zweiten Blick, um zu begreifen, daß das, was hängt, eigentlich nicht hängen kann:Eine Hand breit Nichts trennt die beiden Pyramiden.
Das heißt, die untere Pyramide – bestehend aus vier Magnetflächen, die wie kleine Drachen an einen Punkt gebunden sind – steht auf ihrer Spitze, frei und unberührt im Raum. Sie wird von der oberen, fest verankerten Pyramide mit Magnetkraft aufrecht gehalten, ohne sie zu berühren.

Die Magnete selbst sind unverhüllt. Sie ziehen sich gegenseitig an, und nur ihre Halteseile – die nicht halten, sondern bremsen – verhindern, daß sie aufeinanderschlagen.

magnetinstallation